Frankfurter Nahverkehr 2025

Vorwort der Geschäftsführung

Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

2025 hat sich für mich besonders lebendig angefühlt: dynamisch, fordernd, manchmal komplex – und zugleich voller Bewegung im besten Sinne. Es war ein Jahr des Wachstums und klugen Vernetzens. Darin liegt das Wesen von traffiQ: Vieles, was einen starken öffentlichen Nahverkehr ausmacht, entsteht nicht zufällig. Es braucht Voraussicht, Koordination, Verlässlichkeit und den Willen, immer wieder neue Verbindungen zu schaffen – zwischen Menschen, Orten, Verkehrsträgern und Ideen. traffiQ ist das Gehirn eines komplexen Mobilitätsnetzwerks: Es nimmt Signale auf, verarbeitet sie, lernt und wächst. Genau das haben wir 2025 getan: Entwicklungen angestoßen, Prozesse weiterentwickelt, Projekte verknüpft und Voraussetzungen geschaffen, damit Mobilität in Frankfurt leistungsfähiger, nachhaltiger und attraktiver wird.

traffiQ-Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Tom Reinhold spricht in ein Mikrophon

Für eine nachhaltige Mobilität

Geschäftsbericht 2025

Der ÖPNV, den die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ gemeinsam mit den von ihr beauftragten Verkehrsunternehmen und weiteren Partnern gestaltet, ist und bleibt ein Schlüssel für klimafreundliche Mobilitätskonzepte und damit für die Verkehrswende. Gemeinsam mit den lokalen und regionalen Partnern stellt traffiQ sich der Herausforderung, für die wachsende Stadt höhere Mobilitätskapazitäten bereitzustellen. 2025 arbeitete traffiQ konsequent auf die im NVP 2025+ verankerten Ziele hin und es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen für den Ausbau des Frankfurter Nahverkehrsnetzes angestoßen, um den Anteil von Bussen und Bahnen am Modal Split perspektivisch zu erhöhen.

 

Ein Wasserstoffbus fährt durch das Westhafengebiet in Frankfurt am Main

Hochwertiges Nahverkehrsangebot

Qualitätsbericht 2025

traffiQ setzte sich auch 2025 wieder mit einem hohen Qualitätsanspruch für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in Frankfurt am Main ein:

- der seit Januar 2024 geltende Stabilisierungsfahrplan konnte durch traffiQ bei der U-Bahn wieder zurückgenommen werden

- die Vorplanung für den viergleisigen Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof wurde abgeschlossen

- Ausbau intermodaler Angebote, wie Mobilitätsstationen, eine Mitfahrplattform und ein P+R-Konzept für Frankfurt am Main

- das On-Demand-Angebot KNUT fährt seit Dezember über die Stadtgrenzen hinaus nach und in Bad Vilbel

- knapp 700 Frankfurterinnen und Frankfurter tauschten im Rahmen der Umweltprämie ihr Auto gegen ein Deutschland-Ticket ein

U-Bahn fährt an der verschneiten Station Wiesenau ab

Jahresabschluss

Finanzbericht 2025

Die kassentechnischen Einnahmen 2025 sind gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7,7 Prozent angestiegen. Das Deutschland-Ticket war auch 2025 auf Erfolgskurs. Die Entwicklung der digitalen Vertriebskanäle zeigt sich positiv, sorgt aber für deutliche Rückgänge beispielsweise beim personenbedienten und Automatenverkauf.

- traffiQ erhält für den Jahresabschluss 2025 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

- Aufgabenbedingt weist traffiQ im Jahr 2025 einen Verlust in Höhe von 14,388 Mio. € aus

- Der Verlust fällt gut 2,756 Mio. € besser aus als der im genehmigten Wirtschaftsplan geplante Jahresfehlbetrag

Straßenbahn vor dem Hochhaus der EZB

Gesamtbericht 2025

- Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) erbringt die Schienenverkehrsleistung für die neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien der Stadt Frankfurt am Main.

- 67 Buslinien, geclustert in sieben Busbündel, werden im Auftrag der lokalen Nahverkehrsgesellschaft von insgesamt vier Busunternehmen betrieben. 

- Die Globalzufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer mit den Leistungen des Frankfurter ÖPNV liegt weiterhin über dem bundesweit ermittelten Branchengesamtmittelwert der Kundenzufriedenheit.

Straßenbahn fährt am Literaturhaus vorbei
232Mio

Fahrgäste
pro Jahr

806

Kilometer
Liniennetz

884

Haltestellen
in Frankfurt

248km²

Frankfurter
Stadtgebiet