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Presse-Information

traffiQ - Frankfurt am Main
MedienPresse-InformationenFrankfurter Plattform deutschlandweit erfolgreichstes Mitfahr-App-Projekt

14.10.2026 Presse-Information traffiQ

Frankfurter Plattform deutschlandweit erfolgreichstes Mitfahr-App-Projekt

Ergänzung zum ÖPNV vermittelt 54.000 Mitfahrten in zwei Jahren und wächst weiter

Insgesamt 54.000 Mitfahrten und mehr als 5000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer: Mit diesen Zahlen ist die arbeitgeberorientierte Mitfahr-App in Frankfurt die deutschlandweit erfolgreichste ihrer Art. Seit dem Start im Oktober 2024 wurden mehr als zwei Millionen Personenkilometer zurückgelegt bei durch die Mitfahrplattform vermittelten Fahrten. Das Pilotprojekt ist eine Kooperation der städtischen Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und des Französischen Unternehmen Karos Mobility (vormals goFLUX). Das Ziel: eine flexible Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr schaffen und den Autoverkehr in Frankfurt reduzieren. 

„Wir freuen uns über den Erfolg der Mitfahrplattform, der uns darin bestätigt, dass es eine große Nachfrage nach innovativen Mobilitätsangeboten gibt“ erklärt Prof. Dr.-Ing. Tom Reinhold, Geschäftsführer von traffiQ. „In einer Pendlerstadt wie Frankfurt am Main brauchen wir solche flexiblen Ergänzungen zum öffentlichen Nahverkehr. Jedes Auto weniger auf der Straße bedeutet weniger Emissionen und entlastet den Verkehrsfluss für alle, die nicht ohne Weiteres auf Bahnen und Busse umsteigen können.“ 

Fraport und Siemens als Projektpartner, Ausweitung geplant

Über die Mitfahr-App von Karos können Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform zum Bilden von Fahrgemeinschaften zur Verfügung stellen. Als Projektpartner in Frankfurt nutzen gegenwärtig der Flughafenbetreiber Fraport und das Siemens-Schaltanlagenwerk in Fechenheim diese Möglichkeit. In den Belegschaften kommt das Angebot bestens an: „Die Nachfrage wächst kontinuierlich: Mit fast 4000 Mitfahrten war der September 2026 der erfolgreichste Monat seit Projektbeginn“, erklärt Tom Reinhold. Die Mitfahrtplattform hat einen sehr positiven Effekt für den Klimaschutz: Bei allen Fahrten zusammen wurden bisher bereits 250 Tonnen CO2e eingespart.“ Das ist so viel, wie rund 11.500 Bäume im Jahr absorbieren können. 

Für die Unternehmen bieten sich durch die Mitfahr-App mehrere Vorteile: Sie können ihren Beschäftigten, die für ihren täglichen Arbeitsweg bisher alleine im Auto fahren, eine kostengünstige und nachhaltigere Alternative anbieten und zugleich ihren Bedarf an Unternehmensparkplätzen reduzieren.

In Zukunft soll das Projekt auf weitere Unternehmen in Frankfurt ausgeweitet werden – idealerweise solche, die sich in räumlicher Nähe zu den bestehenden Projektpartnern befinden. Ziel ist die Anzahl an Mitfahr-Angeboten und -Anfragen weiter zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit passender Strecken zu optimieren.

Mitfahrplattform soll sich zukünftig selbst tragen

Die Mitfahr-App ermöglicht es den Beschäftigten der Unternehmen, sich für gemeinsame Fahrten zu verabreden, Fahrgemeinschaften zu bilden und so einfach und umweltfreundlicher zur Arbeit zu gelangen. Wer Kolleginnen oder Kollegen in seinem Fahrzeug mitnimmt, erhält dafür drei Euro als Anreiz. Für Mitfahrende, die ein Deutschland-Ticket oder ein anderes ÖPNV-Abo besitzen und dieses in der App hinterlegt haben, ist das Angebot kostenlos. Alle anderen zahlen 50 Cent pro Fahrt. Auch für den seltenen Fall einer kurzfristigen Absage einer Fahrt ist gesorgt: Dann übernimmt die Karos-App die Kosten für ein Taxi oder ÖPNV-Ticket, sodass das Ziel sicher erreicht wird.

Derzeit wird die Anreiz-Zahlung von bis zu drei Euro pro Fahrt von traffiQ übernommen. Zudem wird das Pilotprojekt über das Förderprojekt SMILE des Bundesministeriums für Verkehr gefördert, an dem neben Fraport und Karos auch die Hochschulen Bielefeld und RheinMain beteiligt sind. Sowohl Pilot- als auch Förderprojekt laufen noch bis Mitte 2027. Von dann an soll sich die Mitfahrplattform selbst tragen. Ziel ist es, eine frankfurtweite Ergänzung des Nahverkehrsangebots zu schaffen, die keine zusätzlichen Kosten verursacht. Damit dies gelingt, werden derzeit verschiedene Finanzierungsmodelle geprüft. Denkbar wäre beispielsweise, Einnahmen durch die Bewirtschaftung freiwerdender Parkflächen zu generieren. Auch eine teilweise Reinvestition des Geldes, das die beteiligten Unternehmen durch ihren geringeren Bedarf an Parkplätzen einsparen, wäre möglich.


Zugehörige Dateien

  • traffiQ_2026-171_Mitfahrplattform.pdf  (pdf,96 KB)
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