Fahrgäste müssen ohne U-Bahnen und Straßenbahnen durch die Stadt kommen – Dienstag wieder normaler Verkehr erwartet
Wie angekündigt läuft der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt am Main seit dem Morgen. U-Bahnen und Straßenbahnen sind in ihren Depots geblieben. Fahrgäste können im engen Liniennetz immerhin vielerorts auf Alternativen zurückgreifen, da die Busse, S-Bahnen und Regionalzüge rollen.
Allerdings ist die Mitfahrt nicht überall so bequem wie gewohnt möglich, erklärt die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. „Auch wenn viele Menschen offenbar im Homeoffice tätig sind und so den Nahverkehr entlasten, werden die Busse sehr stark genutzt“, sagt traffiQ-Sprecher Dennis Pfeiffer-Goldmann. Auf fast allen Linien kommt es dadurch zu Verspätungen – besonders auf den Routen, die sonst von U-Bahnen und Straßenbahnen erschlossenen Quartiere mit den S- und Regionalbahnhöfen verbinden, wie die Linien 30, M32, M34 und 64. Da viele Fahrzeuge überfüllt sind, können Fahrer die Türen nicht zügig schließen, was die Abfahrten verzögert. So addieren sich die Verzögerungen auf. „Hier kann jeder mit umsichtigem Verhalten mithelfen, die Einschränkungen für alle möglichst gering zu halten“, appelliert der traffiQ-Sprecher.
Zudem gibt es laut RMV-Fahrplanauskunft Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen auf den S-Bahn-Linien S1 bis S5 wegen eines Schienenbruchs an der Konstablerwache. Hier verkehren seit dem Morgen nur S6, S8 und S9. Die S7 entfällt seit Freitagabend wegen Bauarbeiten zwischen Hauptbahnhof und Stadion.
Nachdem der Warnstreik in der Nacht endet, soll der Betrieb bei U-Bahnen und Straßenbahnen gegen 3 Uhr wieder anlaufen. Für Dienstag, 3. Februar, rechnet traffiQ mit normalem Betrieb im Frankfurter Nahverkehr.



