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Gemeinsame Presse-Information von Stadt Frankfurt am Main, traffiQ und VGF

01.10.08

Ab Dezember: Mit der U4 bis Enkheim

„Ohne Umsteigen von Enkheim zum ‚Bernemer Markt’ und zum Hauptbahnhof. Direkt von Bornheim zum Hessen-Center“. Das sind die klaren Vorteile für die Fahrgäste, die Verkehrsdezernent Lutz Sikorski für die Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 nach Enkheim nennt. Bereits ab Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird die U4 auf dem neuen Linienweg verkehren. „Damit verbessern wir“, so Sikorski, „das Verkehrsangebot insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger in Bornheim, im Riederwald und in Enkheim weiter.“

Der Verkehrsdezernent hatte schon bei der Eröffnung des Abschnitts Seckbacher Landstraße – Schäfflestraße eine weitere Verlängerung der U4 bis Enkheim als wünschenswert bezeichnet.

Erfolgreiche Testphase – täglich 2000 Fahrgäste

Seit Juni 2008 fährt die U4 von der Seckbacher Landstraße über die Gleise des Betriebshofs Ost weiter bis zur Schäfflestraße, wo von und zur U-Bahn-Linie U7 umgestiegen werden kann. „Täglich nutzen rund 2000 Fahrgäste das neue Angebot“, stellt traffiQ-Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch fest. Eine Untersuchung von traffiQ zeigte, dass der verkehrliche Nutzen – und damit die Fahrgastnachfrage – bei einer weiteren Verlängerung bis Enkheim deutlich höher ausfallen würde. VGF-Geschäftsführer Michael Budig führt weiter aus: „Die letzten Monate haben VGF und traffiQ daher intensiv genutzt, um den Weg für die U4 frei zu machen.“ Es stellte sich vor allem die Frage, ob an der Endstation der U7 in Enkheim auch mit einer zweiten U-Bahn-Linie ein reibungsloser Betrieb möglich ist. „Die VGF kann das zusätzliche Fahrpersonal und die benötigten Fahrzeuge zur Verfügung stellen“, meint Budig. Denn aufgrund der starken Nutzung der U4 sollen die Züge, die von und bis Enkheim fahren, tagsüber aus vier Wagen bestehen.

Viertelstündlich bis Enkheim

Ab 14. Dezember werden also alle Züge der U4, die heute an der Schäfflestraße enden, bis Enkheim verlängert. Damit bietet die U4 zwischen Seckbacher Landstraße und Enkheim tagsüber einen Viertelstundentakt. Zu den verkehrsschwachen Zeiten – zum Beispiel abends oder am Sonntag – fährt sie alle 20 Minuten.

Ohne Umsteigen kommen Fahrgäste aus Enkheim zukünftig in elf Minuten nach Bornheim und in weniger als zwanzig Minuten zum Hauptbahnhof. Umgekehrt erreichen Bornheimerinnen und Bornheimer nach nur zehn Minuten Fahrzeit das Hessen-Center.

„Auch das Angebot von Enkheim in die Innenstadt verbessert sich deutlich“, stellt Hans-Jörg v. Berlepsch fest. Bietet die U7 bisher im 7 ½-Minuten-Takt acht Fahrten pro Stunde, so sind es mit der U4 insgesamt zwölf Züge, die das gemeinsame Ziel Konstablerwache ansteuern. Oder abends, wenn beide Linien alle 20 Minuten fahren, gibt es dann stündlich sechs – und damit doppelt so viel wie bisher – Fahrmöglichkeiten aus der Innenstadt nach Enkheim.
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Einrichtung der Umweltzone in Frankfurt zum 1. Oktober 2008 wird damit auch das P+R-Haus an der Borsigallee für Pendler aus dem östlichen Rhein-Main-Gebiet noch interessanter.

„Eine so schnelle und nachhaltige Verbesserung des Nahverkehrsangebots, noch dazu als Tangentialverbindung zwischen den Stadtteilen - das hat es in Frankfurt noch nicht gegeben“, bilanziert Verkehrsdezernent Sikorski. „Ich bin davon überzeugt, dass diese erneute Linienverlängerung zu deutlich mehr Fahrgästen für die umweltfreundlichen und schnellen Busse und Bahnen in Frankfurt führen wird.

 

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